Reisebericht - Costa Rica (4 Wochen im Februar/März 2013)

Hier sollt ihr posten, wie ihr Costa Rica erlebt habt. Was habt ihr zu berichten ? Eindrücke und Erlebnisse jeglicher Art...
dennis
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Reisebericht - Costa Rica (4 Wochen im Februar/März 2013)

Beitragvon dennis » Fr 22. Mär 2013, 23:30

Reisebericht - Costa Rica (4 Wochen im Februar/März 2013)

Tag 1: Ankunft
Flug mit Delta-Airline über Atlanta nach San Jose. Das Gepäck wurde durchgeleitet und somit mussten wir es in Atlanta nicht vom Band nehmen. Unsere Bedenken über die Einreise in die USA hat bei uns ihren Schrecken verloren. Es lief alles sehr gut ab. Keine Warteschlangen, freundliche Beamte und jede Menge Bodenpersonal, das einem den Weg zeigte. Selbst vor den Anzeigetafeln steht Bodenpersonal, das einem hilft dann das richtige Gate zu finden. Man muss erst ein wenig suchen, da auf der Abflugliste ca. 300 Flüge für die nächsten 3 Stunden angezeigt wurden. Nein, sortiert sind sie nicht nach der Abflugzeit, sondern in alphabetischer Reihenfolge der Zielorte. Die Service-Wüste Deutschland kann sich da noch einiges abschauen. Auf dem Flug haben mich nur die Touch-Screen-Bildschirme in der Kopfstütze genervt. Hinter mir saß ein "Looser", der die Bedienung des Bildschirmes einfach nicht in den Griff bekommen hat. Er hat immer wie wild drauf rumgehämmert und dabei bei meinem Sitz mehrere, mittlere Erdbeben ausgelöst. Das Essen war OK und Wasser konnte man sich immer in der Bord-Küche holen. Beide Flüge waren pünktlich. Das Gepäck war schnell da und mit dem Taxi (7 US$) sind wir in Alajuela im Hotel Casa Tago (39 US$ pro Nacht oder 20.000 CRC) angekommen. Wir waren im Zimmer 7 - ein großes Bett und ein normales Bett, Privatbad und Fernseher. Ein Fenster im Zimmer und ein Fenster im Bad gehen ins Freie. Die Zimmer 2 bis 6 und das Zimmer 9 haben keine Fenster ins Freie, sondern in den Flur. Der Flur war aber sehr gut gelüftet. Zimmer 8 haben wir nicht gesehen. Die Eigentümer (Ticos) sind sehr nett und hilfsbereit. Das Frühstück ist sehr gut und völlig ausreichend. Im Flur steht ein Computer fürs Internet zur Verfügung. Die ganze Nacht über ist ein Angestellter erreichbar. Den Mietwagen kann man kostenlos zwei Blocks weiter auf einem bewachten Parkplatz abstellen, was wir aber erst bei unserer Rückkehr genutzt haben. Zu Fuß kann man vom Casa Tago aus Bank, Post, Restaurants und Supermarkt gut erreichen.

Tag 2 Ajalajuela – La Fortuna
Wir waren sehr früh wach und sind nach dem Frühstück zur Bank, um CRC zu ziehen. Bei der Bank neben dem Pizza Hut haben wir 200.000 CRC mit unserer Postbank-Sparcard (Visa Plus) gezogen. Gebühren mussten wir nicht bezahlen. Pünktlich um 9:00 Uhr wurde uns der Mietwagen von Europcar (gebucht in Deutschland) zum Hotel gebracht. Gebucht haben wir einen Daihatsu Bego, aber bekommen haben wir einen nagelneuen Toyota RAV 4AC - ein super Auto. Nach dem wir im Supermarkt Getränke und ein paar Kleinigkeiten eingekauft hatten, ist uns aufgefallen, wie teuer hier die Lebensmittel sind. In gemütlichen 3,5 Stunden sind wir nach La Fortuna gefahren und haben uns nach einer Bleibe umgesehen. Unser Ziel war eigentlich die Essence, aber als wir durch Zufall das Cerro Azul Arenal (72 US$ pro Nacht) gesehen haben, hatten wir uns gleich in die Cabinas verliebt. Zwei große Betten, AC, großer Kühlschrank, großes Bad und das Highlight: die Terrasse mit Hängematte und Blick ins Grüne. Hier haben wir für zwei Nächte gebucht und erst mal in der Hängematte (leider nur eine) relaxt, was uns gut getan hat. Der Flug steckte noch in unseren Knochen. Das Frühstück (6 US$ p.P.) wurde beim Wohnhaus der Besitzer (Ticos) auf der Terrasse serviert. Zum Abendessen sind wir dann nach La Fortuna und haben unser erstes Casado (2.500 CRC) gegessen. Um das Bier(Imperial - 1.000 CRC) zu testen, sind wir in die gegenüberliegende Bar. Spätestens jetzt wussten wir, dass wir in Costa Rica angekommen sind.

Tag 3: NP Vulkan Arenal - Muelle
Eine Schotterstraße führte von der Hauptstraße zum NP Volcano Arenal, die man auch mit einem PKW ohne Allrad anfahren kann. Pro Person mussten 10 US$ Eintritt bezahlt werden. Das Parken ist frei. Ein Guide ist nicht notwendig. Der Weg zum Mirador führte über ein Lavafeld und war sehr einfach zu gehen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Vulkan war fast ohne Wolken. Man konnte weit über den See schauen. Nach dem Park sind wir nach El Castillo und von dort hoch zur Essence (B&B) gefahren (steile Schotterstraße). Es liegt sehr abgelegen und ist ohne Mietwagen nur mit dem Taxi (ca. 25 US$) zu erreichen. Von dort hat man eine super Aussicht auf den Vulkan, was für uns noch schöner war als der Blick aus dem Park (im Park steht man zu dicht vor dem Vulkan). Am Nachmittag sind wir nach Muelle gefahren um die Leguane zu sehen. Von der Brücke kann man in den Bäumen sehr große Leguane sehen. Das Beste daran ist, dass man kein Fernrohr braucht.

Tag 4: La Fortuna – Santa Elena
Die Fahrt von La Fortuna nach Tilaran (3 Stunden) war sehr langweilig. Die Strecke ist vollkommen geteert und der Blick auf den See ist immer wieder durch Bäume verwehrt, oder man hat keinen Blick auf den See. Zudem hat man morgens Gegenlicht. Nach Tilaran beginnt eine Schotterpiste bis nach Stanta Elena. Eine schöne Strecke, die ganz gut zu befahren war. Die Anfahrt zum Sunset Hotel (2Nächte, 50 US$ pro Nacht, inkl. Frühstück) führt über eine steile, enge und staubige Straße. Die Lage ist sehr schön und man hat einen hervorragenden Blick zum Sonnenuntergang in Richtung Nicoya-Halbinsel. Die Anlage wird von einer deutschstämmigen Familie geleitet. Die Zimmer könnten dringend eine Grundreinigung vertragen. Wer hier die Zimmer reinigt, nimmt es mit der Sauberkeit nicht so ernst. Für den Nebelwald Monteverde war es uns zu spät und die Hängebrücken wollten wir nicht sehen. Der Eintritt ist sehr teuer und Hängebrücken werden wir noch genug sehen. Der ganze Selvatura-Park ist eigentlich auf die alles zahlenden Amerikaner ausgerichtet. Disneyland lässt grüßen. Wir suchen den "Frog Pond", können ihn aber nicht finden. Er soll beim Schmetterlingspark Mariposario sein, aber dort sagte man uns, diese Info sei falsch. Hier gibt es nur Schmetterlinge. Der Eintritt von 15 US$ p.P. ist uns dann aber doch zu hoch. Es waren auch keine Besucher da und wir sind wohl mit unserer Meinung nicht alleine. So bekommen sie auf jeden Fall weniger Besucher. Schade. Vielleicht wäre in diesem Fall weniger mehr. Das nennt man Preispolitik. Santa Elena gibt nicht sehr viel her und hat null Flair. Auf einer Terrasse haben wir einen leckeren Milchshake getrunken und mit anderen Touristen Informationen ausgetauscht. Die übliche Win - Win - Situation: woher kommst du und wohin gehst du? Perfekt! Im Supermarkt holten wir uns zwei Bierchen, fuhren zurück zum Hotel und genossen den Sonnenuntergang, um zum Essen wieder mit einem Pärchen in eine Soda gegenüber dem Fußballplatz zufahren, die man wirklich nur empfehlen kann.

Tag 5: Monteverde Nebelwald
Eigentlich wollten wir schon um 8:00 Uhr am Parkeingang sein, aber das Frühstück haben wir erst ab 7:30 Uhr bekommen. Der Eigentümer macht das Frühstück für alle seine Gäste alleine (manchmal hilft der Sohn mit), was natürlich dauert. Das sehr gute Frühstück war es aber wert zu warten. Wir sind ja schließlich im Urlaub hier. Um 9:30 Uhr waren wir dann am Parkeingang Monteverde (Eintritt 17 US$ - auch hier hatten wir keinen Guide) und gingen zunächst den Sendero Bosque Nuboso zum Mirador "La Venata". Die erste Gruppe Japaner kommt uns auf ihrem Rückweg bereits entgegen (wow, die müssen aber gerannt sein). Sie wurden von zwei Guides mit Ferngläsern begleitet. Eigentlich können die auch Fotos von Tieren vor das Fernrohr halten. Tiere bekommen wir fast keine zu sehen, aber die Vegetation hier gefällt uns ganz gut. Wir sind alle Wege abgelaufen; und der überflüssigste Weg war der Sendero Chomogo. Von wegen Aussichtspunkt… nichts sieht man… alles ist zugewachsen. Den Sendero Pantanoso und den Sendero El Rio zum Wasserfall fanden wir am schönsten. Wir waren fast alleine im Nebelwald, aber leider kein Nebel(Trockenzeit) und auch hier keine Tiere.

Tag 6: Santa Elena – Bijagua
Die Schotterpiste über Las Juntas zur Interamericana (Panamericana) hat es in sich. Fiese Schlaglöcher und unendlicher Staub. Nach Bijagua haben wir 3,5 Stunden gebraucht und uns dort eine Unterkunft gesucht. Die, die wir wollten, waren leider schon belegt und so sind wir durch Zufall auf die Cabinas Las Nubes (30US$ pro Nacht) gekommen. Die Cabinas werden von Ticos geleitet und sind weg von der Hauptstraße. Sehr zu empfehlen. Auf der überdachten Terrasse gibt einen Herd mit Brennholz, den man sehr gut zur Selbstversorgung nutzen kann. Ausrüstung (Topf, Besteck usw.) sollte man dabei haben. Wir haben uns erst mal einen Kaffee gemacht und uns dann entschlossen, den NP Volcan Tenorio noch heute zu machen. Für die 10 km zum Parkeingang haben wir 40 Min. gebraucht. Hier hat sich unser 4x4 bewährt. Wir sind von dem Fahrzeug total begeistert. Er hat Power und ist super gefedert. Um 13:00 Uhr sind wir in den Park (10 US$ p.P.) und zum Wasserfall gelaufen. Auch hier braucht man keinen Guide. Der Weg ist anfangs betoniert (nach dem Eingang wird momentan noch an einer Brücke gebaut), geht aber schnell in einen Naturweg über. Es geht über Stock und Stein, bzw. über matschige Passagen und über unsere Wanderschuhe waren wir sehr froh. Zum Wasserfall hinunter wurden betonierte Stufen und ein Geländer gebaut, so dass man sehr leicht zum Wasserfall kommt. Der Wasserfall mit seinem hellblauen Wasser ist absolut sehenswert und den Abstieg wert. Weiter geht es über einen Aussichtsturm (diesmal mit Aussicht) und weiter über zwei Brücken zu den Pools (man kann darin baden) und zum Rio Celeste. Ein fantastisches Schauspiel. Wir haben total die Zeit vergessen und es begann schon zu dämmern. Wir mussten den gleichen Weg zurück und sind schnell gelaufen, weil der Weg immer schlechter zu sehen war. Erst jetzt bemerkten wir, dass kein Mensch mehr da war. Kurz vor 18:00 Uhr haben wir im Dämmerungslicht den Eingang erreicht. Der Ranger war schon sichtlich sauer auf uns, aber nach einem "Smalltalk" war er letztendlich froh, dass wir zurück waren. Unser Auto war das letzte auf dem Parkplatz und wir mussten die schlechte Schotterstraße auch noch nach Bijagua fahren. In der Soda "Barrington" haben wir dann zu Abend gegessen. Hier war auf der Karte kein Hinweis auf die +10 % Service. Auch beim Bezahlen wurde uns zusätzlich nichts berechnet. Wir wurden aufgeklärt: Kein Tico bezahlt diese 10%. Ab sofort waren wir manchmal Ticos!

Tag 7: Bijagua – Rincon de la Vieja
Heute war ein ruhiger Tag. Wir nutzen die überdachte Terrasse und frühstücken ausgiebig. Gegen Mittag fahren wir zurück zur Interamericana und über Liberia zum NP Rincon de la Vieja (Sektor Las Pailas). Die Hotels vor dem NP sagten uns nicht so sehr zu. Es sind fast alles Anlagen für Gruppen und nicht gerade billig. Im Ort Curubande entdecken wir hinter dem Restaurant die netten Cabinas "Sol y Luna" (30US$ pro Nacht) mit Schaukelstühlen auf der Terrasse. Genau so etwas haben wir gesucht. Am Abend haben wir im Restaurant unser bestes Casado gegessen. Nach und nach kamen immer mehr Ticos und der Sohn der Besitzer hat einen riesigen Fernseher heraus geschoben. Ticos sehen mit großer Begeisterung Fußball. Der Ton wurde abgeschaltet und im Hintergrund liefen die aktuellen Hits rauf und runter. Wir verbrachten mit den Ticos einen netten Abend. Fußball verbindet!

Tag 8: NP Rincon de la Vieja
Bevor man zum Parkeingang (Sektor Las Pailas) kommt, muss man Straßenmaut bezahlen (700Colones p.P). Am Parkeingang zahlt man 10 US$ p.P. Eintritt und muss sich in eine Liste eintragen. Leider war der Weg zum Vulkan immer noch gesperrt und so sind wir nur den kleinen Rundweg (3 km) gelaufen (ohne Guide), um die Fumarolen zu sehen. Der Weg durch den Wald war recht interessant durch die Kombination Wald, Fumarolen und Sonnenlicht. Zum Wasserfall zu gehen hatten wir keine Lust mehr. Auf dem Rückweg läuft man durch die pralle Sonne und kommt an weiteren Schlammlöchern und Fumarolen vorbei. Besser ist es vermutlich den Weg umgekehrt zu laufen. Am Eingang mussten wir uns wieder aus der Liste austragen. Wir holten unser Gepäck und fuhren nach Samara (2,5 Stunden). Hier holte uns der Trubel ein. Es war die Hölle los. Die Unterkünfte waren ausgebucht oder irre teuer. Im Casa Paraiso bekamen wir ein Zimmer für 45 US$ pro Nacht. Gepäck raus aus dem Auto, Badehosen an und gleich zur Beach. Am Abend sind wir in einer Bar hängengeblieben. Zurück im Casa Paraiso trauten wir unseren Ohren nicht. Die hatten Livemusik mit einem Alleinunterhalter, der weder Singen konnte, noch sein Instrument beherrschte. Es hat alles fürchterlich falsch und schräg geklungen. Er muss entweder besoffen oder stoned gewesen sein, weil er voll der Überzeugung war dass er gut sei. Schlafen war nicht drin. Nach ein paar Bierchen konnten wir es ertragen.

Tag 9: Samara – Mal Pais
Wir haben beschlossen diese Unterkunft zu verlassen. Bereits kurz nach Samara finden wir einen sehr schönen Strandabschnitt am Playa Carrillo. Traumhaft - viel schöner als Samara. Wir haben uns geärgert, dass wir diesen Strandabschnitt erst heute entdeckt hatten. Hier wären wir gerne geblieben. Leider müssen wir weiter - wir wollen nach Mal Pais. Da soll es sehr schön sein. Auch hier war sehr viel ausgebucht. Wir bekommen einen Bungalow im Oasis (65 US$ pro Nacht). Klasse, zwei Räume mit je zwei Betten, eine vollständig ausgestattete Küche, ein Bad und eine Terrasse. In der Anlage gibt es einen kleinen Pool. Die drei Hunde des Besitzers stören uns nicht. Sie sind zur Sicherheit da. Der Strand ist hier sehr schön, aber die vielen Autos und die Quads haben uns total genervt. Ständig liegt Staub in der Luft und ich muss immer wieder husten. Verdammt nochmal, wo sind wir? Eigentlich wollten wir nur etwas am Strand relaxen. Wären wir doch am Playa Carrillo geblieben. Vielleicht sind wir aber wirklich nicht "Beachtauglich".

Tag 10: Mal Pais – Playa Montezuma
Dem Eigentümer vom Oasis haben wir unsere Gründe für unsere schnelle Abreiseerklärt. Uns hat das sehr leid getan, denn er kann ja nichts dafür. Das Geld für das Teeren der gesamten Straße war schon an einen Bauunternehmer bezahlt worden, aber er hat die Straße nie gemacht. Die Leute wurden schlicht wegbetrogen. In Costa Rica ist es üblich, dass vorher bezahlt wird, sonst wird mit den Bauarbeiten erst gar nicht angefangen. Betrügern wird es hier sehr leicht gemacht. In Montezuma angekommen, gefällt es uns gleich auf Anhieb. Wir suchen nicht lange und gönnen uns das "Luz de Mono" - sehr nah an einem wunderschönen Strandabschnitt, Pool, sauberes und großes Zimmer mit Ventilator, Kühlschrank und einem Parkplatz. Wir bezahlen 65 US$ pro Nacht inkl. Frühstück. Eine sehr schöne Anlage. Es zieht uns sofort zum Strand. Am Abend waren wir in einem Restaurant am kleinen Strand und hier konnte man in Ruhe (außer dem Rauschendes Meeres) und ohne Staub zu schlucken essen. Für uns steht fest - wir bleiben noch eine zusätzliche Nacht.

Tag 11: Playa Montezuma – Cabuya
Etwas Sightseeing muss sein. Wir sind nach Cabuya gefahren und auf die vorgelagerte Insel auf der ein Friedhof ist und die man nur bei Ebbe zu Fuß erreichen kann. Perfekt, es war gerade Ebbe. Die Insel ist ein ruhiger und besinnlicher Ort. Eigentlich wollten wir noch in das Naturreservat Cabo Blanco, aber vier Stunden wandern wollten wir dann doch nicht. Wir haben ja einen schönen Stand vor der Haustüre. Am Playa Montezuma sind wir dann den Strand in Richtung Osten gelaufen. Hier sind die Strandabschnitte sehr schön und man ist fast alleine. Am Nachmittag haben wir uns dann am Pool aufgehalten und zum ersten Mal Affen gesehen. Sie kommen wohl täglich zur gleichen Zeit zum Pool.

Tag 12: Playa Montezuma – Paraiso
Die zweite Nacht war nicht so gut, weil die Matratzen durchgelegen und sehr grenzwertig sind. Ein Austausch wäre in der nächsten Zeit angebracht. Das Frühstück(Früchte, Jogi und Cerealien - beste Wahl von den vier Möglichkeiten) war gut. Wir fahren zur Fähre nach Paquera (1Stunde) um nach Puntarenas überzusetzen. Ein Auto inkl. Fahrer kostet 12.210 CRC und jede weitere Person 810 CRC. Ichdurfte als erster auf die Fähre fahren und sollte die Rampe nach unten fahren. Nein, das wollte ich nicht weil wir das ganze Gepäck im Auto hatten. An der Rampe bin ich einfach vorbei gefahren und habe mich ganz vorne hin gestellt. Der Einweiser hat zwar geschimpft, aber hinter mir kamen schon die nächsten Fahrzeuge und so war er mit denen beschäftigt. Die Fähre benötigte 70 Minutennach Puntarenas. Da wir zum Orosi Tal wollten, mussten wir zwangsläufig durch San Jose. Wir haben uns x-mal verfahren. In San Jose hört auf einmal die Beschilderung auf und man hat keine Ahnung wo es weiter geht. Nur mit Fragenkommen wir weiter, aber jeder sagt etwas anderes. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als in etwa nach dem Sonnenstand zu fahren und es hat geklappt - keine Ahnung wie. Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg und fahren zur Sanchiri Lodge um einen Kaffee zu trinken. Es soll dort eine schöne Aussichtsterrasse geben. Man hat von hier wirklich einen super Blick in das Tal. Leider sind die Zimmer hier sehr teuer, aber wie es der Zufall will hilft uns der Kellner weiter. Es hat hier eine Gruppe eingecheckt und ein Zimmerwurde nicht belegt, weil jemand ausgefallen ist. Eigentlich für die Lodge kein Problem, aber man war mit uns sehr nachsichtig und schon hatten wir ein Zimmermit eben diesem tollen Blick. Vom Bett aus sieht man in das Tal - auch in der Nacht. Frühstück und Abendessen ist ebenfalls inklusive. Das Abendessen war sehr, sehr lecker. So schnell wird man vom Individualtourist zum Gruppenreisenden (aber nur für die Nacht).

Tag 13: Vulkan Irazu
Wir wollen versuchen zum Vulkan Irazu zu kommen. Es hängen Wolken über dem Tal und es ist nicht sicher, dass der Vulkan wolkenfrei sein wird. Zunächst machen wir noch eine Nacht hier fest - zum gleichen Preis!!!! Grins!!!! Durch eine dichte Nebelschicht hangeln wir uns die Straße zum Irazu hoch und überholen dabei immer wieder Fahrzeuge mit Fahrrädern auf dem Dach. Heute ist Sonntag und die Ticos sind ebenfalls unterwegs. Oben vor dem Eingang ist der Bär los. Die Biker holen ihre Fahrräder von den Autos und machen sich fahrbereit. Der Verkehr kommt komplett zu Erliegen. Da die Wolken noch sehr tief hängen, stellen wir uns an den Rand und warten ab. Plötzlich hören wir die Sirene von einem Krankenwagen. Aha, dachten wir, jetzt hat es einen zerlegt… nein, mit einemirren Tempo kommt ein Polizeifahrzeug die Straße runter und dahinter gefühlte300 Rennradler, die sich ebenfalls halsbrecherisch die Straße runterstürzen. Im Anschluss jagen noch etliche Autos hinterher. Jetzt müsste oben alles leer sein und genau zur richtigen Zeit riss die Wolkendecke auf. Wir zahlen unseren Eintritt (10 US$ p.P. + 1.600 CRC Parkplatzgebühr) und sind begeistert. Wir sind über den Wolken und haben eine grandiose Sicht - freie Sicht auf den Irazu und den Turrialba. Erst gegen 12:00 Uhr zieht es sich oben wieder zu. Wir haben alles richtig gemacht: früh losgefahren und gewartet. Am Nachmittag sind wir noch um den See im Orosi-Tal gefahren. Ganz schön, aber nicht so umwerfend.

Tag 14: Paraiso – Venecia
Wir genießen noch einmal das Frühstücksbuffet in der Lodge und machen uns auf den Weg in Richtung San Jose. Wir quälen uns wieder durch San Jose und verfahren uns wieder, aber dieses Mal nicht so schlimm. Unser heutiges Ziel ist der Lago Hule im Nord-Osten von Alajuela. Die Strecke führt am Vulkan Poas und den Wasserfällen von La Paz vorbei. Von der Hauptstraße geht eine 7 km lange Schotterpiste hoch zum Lago Hule. Ein sehr schöner Platz zum Verweilen, aber leider ist das Restaurant mit seinem Mirador geschlossen und auch sonst können wir keinen sehen. Wir bleiben auf der Aussichtsterrasse und genießen die Ruhe. Schade, wir kehren um und fahren dann doch noch etwas weiter bis nach Venecia und übernachten in der Cabina bei Rosa de Sharon (35 US$ pro Nacht inkl. Frühstück). Dies war eine saubere und einfache Unterkunft, in der vorwiegend Ticos übernachten. Die Hauptstraße ist sehr dicht und die LKWs hört man sehr stark durch die Motorbremse. Die Motorbremse ist irre laut. Zwischen 22:00 und5:00 Uhr war aber Ruhe. Wir haben hier die Zeit genutzt und unsere Wäsche gewaschen.

Tag 15: Paraiso – Laguna de LagartoLodge
Endlich ist es soweit. Wir fahren zur Laguna de Lagarto Lodge (72 US$ pro Nacht, Mahlzeiten werden extra berechnet), die wir bereits in Deutschland gebucht hatten. Endlich Tiere sehen und das nicht nur durch ein Fernglas. Gleich nach unserer Ankunft konnten wir eine Dschungeltour mit einem Biologen unternehmen. Er hat uns gleich Kolibris, Frösche, Spinnen, Vögel und Affen gezeigt. Wir waren hin und weg. Anschließend konnten wir auf der Terrasse sehr viele Vögel aus nächster Nähe beobachten. Wir sind jetzt noch am Nachschlagen, welchen Namen die Vögel haben. Die Tukane fanden wir einfach faszinierend. Mit der Lodge waren wir sehr zufrieden. Es war alles sauber und das Personal sehr freundlich. Das Essen schmeckte sehr gut und wurde als Buffet serviert. Den ganzen Tag Stand Kaffee und Tee bereit.

Tag 16: Laguna de Lagarto Lodge >
Um 6:30 Uhr werden die Vögel mit Bananen gefüttert. Gerne stehen wir so früh auf. Und es lohnt sich. Wir sehen jetzt schon viele Tiere. Nach dem Frühstück haben wir eine Bootstour (27 US$ p.P.) auf dem San Carlos Fluss gebucht. Um 8:30 Uhr ging es los. Wer hier eine Fahrt durch den Dschungel erwartet liegt daneben. Das Ufer ist kultiviert und Tiere sieht man nur wenige, weil das Motorboot (flussabwärts) sehr schnell fährt. An der Grenze zu Nicaragua wird eilig eine Bar eröffnet und es wird Alkohol angeboten, aber das ist uns definitiv zu früh. Auf der Rückfahrt sieht man ebenfalls nur wenige Tiere. Schade, diese Fahrt hätten wir uns sparen können und wären dafür lieber in der Lodge geblieben, um dort in der Umgebung Tiere zu beobachten. Diese Bootstour würden wir nicht mehr machen. Nach unserer Rückkehr hat uns Adolfo (Angestellter der Lodge) in seinen Garten mitgenommen. Dort kann man sehr schön kleine Vögel und Kolibris beobachten und fotografieren. Am Nachmittag zeigte Adolfo uns noch die roten Aras in freier Wildbahn. Wir sind begeistert.

Tag 17: Laguna de Lagarto Lodge –Tortuguero
Wir stehen wieder um 6:30 Uhr auf, um die Vögel in der Früh zu beobachten. Es kommen immer wieder Vögel, die wir noch nicht gesehen haben. Ein großartiges Schauspiel. Nach dem Frühstück fahren wir schweren Herzens hier ab (war ein Fehler, wie sich später herausstellte). Wir wollten die 13:00-Uhr-Fähre von Pavona nach Tortuguero erreichen. Dank der guten Karte aus der Homepage vom Casa Marbella B&B haben wir den Weg ohne uns zu verfahren direkt gefunden, aber wir sind 10 Minuten zu spät. Das nächste Boot sollte erst um 16:30 Uhr gehen. Man hat uns mehrmals ein Privatboot angeboten (10 US$ pro Person), aber wir haben immer abgelehnt und wollten auf das 16:00-Uhr-Boot warten. Ein Tico hat uns beobachtet während er sein Boot ausgeladen hat und nur gelacht. Zuerst waren wir etwas sauer, weil wir uns verarscht gefühlt haben. Nachdem er mit dem Ausladen fertig war hat er uns zu sich gewunken und uns mitgenommen. Es hat ihm Spaß gemacht, dass es Touristen gibt die nicht alles zahlen. Er wollte auch kein Geld von uns. Wir haben ihn dann am Abend in eine Soda eingeladen. Und er ist auch wirklich gekommen. Es war ein lustiger Abend - wir nur wenig Spanisch- und er kein Englisch. Wir haben uns trotzdem verstanden. Vorher hatten wir noch eine Begegnung der dritten Art im Ort. Eine deutsche Biologin (uns war sie eher unangenehm) lief mit einer großen Gruppe durch das Dorf. Wie fürchterlich…muss man denn eine Führung durch Tortuguero haben??? Eine Unterkunft haben wir im Hotel Don Quichotte (42 US$ pro Nacht) gefunden. Wir haben einen großen Bungalow bekommen mit Platz für 4 Personen. Wir hatten Ventilator, Kühlschrank, eine Kaffeemaschine, Tassen, kleine Teller und Kaffeelöffel. Mehr brauchen wir nicht. Vor dem Bungalow war auch ein Pool.

Tag 18: Tortuguero
Um 6:00 Uhr haben wir eine Kanutour (20 US$ p.P.) mit einem Tico gemacht. Wir waren mit ihm ganz alleine. Nachdem wir den Parkeintritt (5.100 CRC p.P.) bezahlt hatten, sind wir gleich zu den kleinen Kanälen gepaddelt (ja, auch wir habengepaddelt). Hinter uns kamen dann die Motorboote. Anscheinend fahren alle zur gleichen Zeit los. Da wir ganz langsam gepaddelt und auch öfters einfach stehengeblieben sind haben wir sogar einen Kaiman gesehen und die Vögel sind nicht gleich weggeflogen. Erklären konnte er uns nicht viel, aber er hat uns die Tiere gezeigt, was uns völlig ausgereicht hat. Wir haben viele Tiere gesehen und sind auf einer Insel an Land gegangen. Hier haben wir dann ganz dicht Frösche, Spinnen, Leguane und einen Lizzard gesehen. Wieder im Kanu haben auf einmal die Brüllaffen fürchterlich angefangen zu brüllen. Einer der anderen Guides hat mit seinem Ruder heftig gegen die Bordwand des Kanus geschlagen, damit ein Tourist auch Tonaufnahmen bekommt. Unser Tico hat mit ihm ganz fürchterlich geschimpft und wir mussten ihn beruhigen. Wir wollten ja schließlich nicht kentern. Auf dem Rückweg hat uns dann ein heftiger Regenschauer erwischt, aber wir hatten unseren Regenschutz dabei. Insgesamt war das eine schöne Kanutour und nicht zu vergleichen mit der Bootstour von der Laguna de Lagarto Lodge, wo wir fast keine Tiere gesehen hatten. Am Nachmittag sind wir dann ohne Guide in den Park gelaufen. Zu unserem Ärger mussten wir unsere Trekkingschuhe ausziehen und uns Gummistiefel ausleihen (1 US$ p.P.), weil man mit Wanderschuhen nicht rein durfte. Das war völliger Unsinn und nur Geldschneiderei. Der Weg war trotz Regen nicht matschig und die stinkenden Gummistiefel haben uns den Weg vermiest. Mit den eigenen Schuhen läuft man eben besser. Hier gab es nicht so viele Tiere, hier eine Echse, da eine Spinne und eine Viper. Der Weg war langweilig angelegt, als wäre ein Bagger einmal rauf und einmal runter gefahren. Richtig lieblos. Hier haben wir auch wieder die deutsche Biologin (wer Tortuguero googelt, fällt auf jeden Fall über ihren Namen) mit ihrer Gruppe (11 Personen) gesehen, wie sie mit einem Stock eine Spinne aus ihrem Loch gepult hat. Ist das wirklich nötig, nur dass die Touristen etwas zu sehen haben??? Wir waren froh, bei ihr nicht gebucht zuhaben. Wer aber alles ins Detail wissen will - fachlich soll sie gut sein - kann sie ja buchen. Übernachtet haben wir dann wieder im Don Quichotte.

Tag 19: Tortuguero - Cahuita
Wir haben morgens das erste Boot (5:30 Uhr) zurück nach Pavona genommen. Das Boot ist bereits 15 Min. vor dem uns genannten Zeitpunkt abgefahren. Wir glauben, dass das Absicht ist. Die Privatboote stehen schon bereit. Ein Ticket konnten wir auch nicht vor der Abfahrt kaufen, weil das Office zu war. Im Boot haben wir dann2.000 CRC bezahlen müssen. War auch OK. Leider hat es wieder geregnet und so war die Fahrt nicht so angenehm, aber das Boot hatte wenigstens ein Dach das etwas geschützt hat. Während der Fahrt ist dem Bootsführer immer wieder der Motor ausgegangen, so dass wir fast drei Stunden benötigt haben. Unser Auto am Parkplatz war noch da. Auch unsere Tasche mit schmutziger Wäsche war noch im Auto (die stinkenden Socken wollte wohl keiner). Die Fahrt nach Cahuita wurde nur durch die Bananenplantagen und die großen Containerumschlagsplätze interessant. Viele LKWs fahren nach, oder kommen von Puerto Limon. Hier sind die großen und uns bekannten Firmen dabei die Bananen und die Ananas in Container zu verladen, oder zu entladen. Die großen Containerschiffe liegen vor dem Hafen und warten auf ihre Fracht. In Cahuita hatten wir uns für das Caribbean Coconut (60 US$ p.N. inkl. Frühstück) entschieden. Geführt von einer Italienischen Familie, die Zimmer mit großem Bad, Ventilator, AC, Kühlschrank, Minitresor und Parkplatz haben. Leider regnet es und wir konnten nichts mehr unternehmen.

Tag 20: Cahuita
Die ganze Nacht hat es geregnet und in der Früh schüttete es immer noch. Wir trödeln und frühstücken erst mal ausgiebig. Gegen 10:00 Uhr hörte es endlich auf und die Sonne kam raus. Wir sind von Cahuita aus in den Nationalpark. Hier musste man keinen Eintritt bezahlen und sich nur in ein Buch einschreiben. Eine Spende war natürlich willkommen. Einen Guide nehmen wir auch hier nicht. Wir sehen blaue Krabben, eine gelbe Schlange, Blattschneideameisen, Affen und eine Viper. Der Weg ist wunderschön und immer wieder hat man einen tollen Blick auf verschiedene traumhafte Strandabschnitte. Dieser Nationalpark war der schönste, den wir in Costa Rica gesehen hatten. Der Weg ist insgesamt 8,3 km und man benötigt ca. 4 - 5 Stunden. Wir haben uns aber viel Zeit gelassen. Die letzten2,5 km zum Ausgang sind leider ein Fahrweg, der nicht so schön ist. Es wäre viel angenehmer gewesen, wenn man einen parallelen kleineren Fußweg angelegt hätte. An der Straße haben wir dann den Bus (450 CRC p.P.) zurück nach Cahuita genommen. Er fährt immer zur vollen Stunde. Mal etwas früher, mal etwas später. So genau kann man das in Costa Rica nicht sagen, aber immer hin … er kommt. Im Coconut genießen wir erst mal den Pool, auch wenn er klein ist. Es ziehen schon langsam die ersten Wolken auf und so fuhren wir noch nach Puerto Viejo. Uns hat es dort nicht so gut gefallen, da alles recht hektisch war. Der Ort ist voll von Touristen. Wer viel Leute um sich haben will, muss hier her und ist in Cahuita fehl am Platze. Da hier alles teurer ist und die Wolken dichter werden, fahren wir zurück nach Cahuita, essen ein leckeres Casado, trinken unser Abendbierchen und schauen dem tropischen Regenschauer zu.

Tag 21: Cahuita – San Isidro
Es regnete die ganze Nacht und hörte einfach nicht auf. Wir entschließen uns, nach Quepos zu fahren, kommen aber nur nach San Isidro. Das Wetter war einfach zu schlecht und die LKW`s tun sich auf der Strecke sehr schwer. Leider hatten wir auch keine Sicht. Übernachtet haben wir im La Princesa (40 US$ pro Nacht). Sehr schöne Anlage mit wunderschönem Garten. Die Zimmer sind groß und mit Kühlschrank ausgestattet. Wenn man in den Jacuzzi möchte, muss man den Besitzern das eine Stunde vorher sagen.

Tag 22: San Isidro
Die Sonne scheint und wir beschließen noch eine Nacht zu bleiben, um in den "Cloudbridge Forest" zu gehen. Zunächst geht die Straße in Richtung "Chirripo Nationalpark". Unterwegs biegen wir aus Versehen nicht ab und fahren geradeaus weiter in Richtung "Alaska". Eine sehr schöne Strecke, die wir sonst nicht gesehen hätten. Wirkehren wieder um und fahren nun wieder zurück an die Kreuzung, so wir falschabgebogen sind. Zunächst ist die Straße noch sehr gut, aber desto näher wir an den "Cloudbridge Forest" kommen, desto schlechter wird die Straße. Umdrehen können wir nicht mehr und so fahren wir einfach weiter. Unser 4x4 hat richtig zu tun und wir waren froh, als wir den Eingang erreicht hatten. Zum Glück steht hier auch kein weiteres Fahrzeug und so drehen wir gleich das Auto um, um auf der Rückfahrt wieder gut rausfahren zu können. Der Cloudbridge kostet keinen Eintritt, aber es wird gerne eine Spende genommen. Man kann hier sehr schönwandern. Die Wege sind sehr schön angelegt und führen an mehreren Wasserfällen vorbei. Es ist sehr ruhig hier und nur selten begegnet man jemandem. Nach ca. drei Stunden zogen dicke, schwarze Wolken auf und wir mussten mal wiederziemlich schnell den Rückweg angehen. Der Regenschauer hat aber gewartet bis wir im Auto saßen. In einer Bäckerei in San Isidro holten wir uns zwei lecke, süße Apfeltaschen und machten uns im La Princesa einen Kaffee (bei den Zimmern steht eine Kaffeemaschine, die für alle Gäste zur Verfügung steht). Wir genießen unseren Kaffee auf unserem Balkon und schauen dem Gewitter zu.

Tag 23: San Isidro – Quepos
Die Sonne scheint. Nun haben wir wenigsten noch etwas von der restlichen, schönen Strecke gesehen. In Quepos haben wir uns die Suche nach einer Unterkunft leichter vorgestellt. Die Preise sind jenseits von Gut und Böse. Was wir für teures Geldgesehen haben, war wirklich unverschämt. Das Glück war aber mal wieder auf unserer Seite. Wir haben im Cabinas Hellen (25 US$ pro Nacht) ein Zimmer für zwei Nächte bekommen. Die Einrichtung ist sehr ‚basic', aber ein solches Zimmer, das nicht viel besser war hatte man uns in einer anderen Unterkunft für den vierfachen Preis angeboten. Im Cabinas Hellen war unser Zimmer sauber, mit Bad, Ventilator und einem Kühlschrank. Das Auto steht sicher vor unserem Zimmer. Was will man mehr. Die anderen Zimmer waren alle an Ticos vergeben. Den Nachmittag genießen wir am Playa Esterillos, was bei der Hitze eine gute Entscheidung war.

Tag 24: Nationalpark Manuel Antonio
Um 6:30 Uhr waren wir an der Bushaltestelle gleich um die Ecke unserer Unterkunft. Der Bus(285 CRC) fährt bis auf 300m zum Parkeingang. Wir wollten in der Früh Tiere sehen, haben aber kein einziges gesehen. Die anderen Besucher haben uns gefragt, ob wir was gesehen hätten. Alle waren auf der Suche. Wir wurden ja im Forum schon vorgewarnt, aber wir hatten ja noch Zeit. Jetzt sehnten wir uns nach der Laguna de Lagarto Lodge! Der Nationalpark ist auch nicht besonders schön angelegt. Zunächst der lange Fahrweg, dann der Mirador, der keiner mehr war (alles ist zugewachsen), der Strand ganz nett, aber dafür muss man nicht in einen Nationalpark und dann kamen noch die Gruppen und ihre Guides mit ihren Fernrohren. Das war zu viel. Wir machen uns auf den Rückweg, sehen noch ein Faultier das sich den höchsten Baum ausgesucht hat und ein paar Affen. Für uns hat sich der Park wirklich nicht gelohnt. Die Gruppen schienen ganz glücklich wenn sie durch das Fernrohr einen Vogel sahen, aber ist es das? Mit dem Bus ging es zurück nach Quepos und wieder an den Strand. Am Abend hatte es wieder geregnet.

Tag 25: Quepos – Alajuela
An der Küste entlang fuhren wir in Richtung Tarcoles. Die Brücke, von der aus man die Krokodile sehen kann, kann man nicht verfehlen. Alle Busse und Autos halten hier und lassen die Leute auf die Brücke um die Krokodile zu sehen. Da wir das Auto und unser Gepäck nicht alleine lassen wollten, sind wir nacheinander auf die Brücke gegangen. Es lagen sehr viele Krokodile im Fluss. Bei einem kleinen Krokodil war um seinen Körper einen Stacheldraht gewickelt. Von alleine kann sich das Krokodil nicht befreien. Ob hier jemand dem Krokodil helfen kann? Keine Ahnung, ob das hier irgendwen interessiert? Bei einem anderen Krokodil war ein Teil des vorderen Oberkiefers weg. Hier geht es wohl zur Sache. Auf unserer weiteren Fahrt kamen schon wieder die Wolken. Wir hatten wohl eine Schlechtwetterphase erwischt. In Alajuela sind wir wieder in unsere erste Unterkunft, ins Casa Tago. Wir haben wieder unser Zimmer Nr. 7 bekommen, was wir bei unserer Ankunft in Costa Rica bereits reserviert hatten. Weil es anfing zu stürmen, haben wir das Auto ausgeladen und es gleich zum zwei ‚Blocks' entfernten Parkplatz gebracht. Die Parkgebühr hat bei uns das Casa Tago übernommen. Gegenüber dem Pizza Hut sind wir in ein Restaurant (auch Kneipe) gelaufen, das sehr gutes Essen hat. Da es inzwischen draußen richtig stürmt trinken wir auch gleich unser Abendbierchen.

Tag 26: La Paz Wasserfälle
Die ganze Nacht war sehr unruhig und am Morgen war es sehr neblig. Eigentlich wollten wir uns heute den Vulkan Poas ansehen, aber bei dem Wetter hatte das keinen Sinn. Den Eintritt sparen wir uns und fahren weiter zum La Paz Waterfall Gardens (36US$ p.P.). In Deutschland waren wir uns einig, dass wir uns diesen Park nicht ansehen werden. Die Kritiken die wir gelesen hatten waren von 100% sehenswert bis absolut enttäuschend. Wir gehören zu den letzteren. Vielleicht lag es daran, dass wir sehr viele Tiere in der Laguna de Lagarto Lodge, Tortuguero und Cahuita gesehen hatten. Im La Paz Waterfall Gardens sind wir zunächst zu den Vögeln. Die roten Aras und die Tukane taten uns in ihren engen Käfigen nur Leid. Im Schmetterlingsgebäude war zwar genügend Platz, aber wir haben sehr viele Schmetterlinge gesehen die kaputte Flügel hatten, oder die tot am Boden lagenweil sie von den Besuchern platt getreten wurden. Die Schmetterlinge wurden von den Besuchern angefasst und sind nicht weggeflogen. In der Natur unvorstellbar, aber hier ein Vorteil für die fotografierenden Besucher. Ein Käfig im Schmetterlingshaus fällt kaum auf. Darin ist ein Faultier. Erbärmlich - viel zu kleiner Käfig. Das Affengehege war auch nicht gerade der Hit und nicht unser Ding. Die anschließenden Kolibris konnte man hier in Ruhe sehen. Sie sind im Freien und werden durch Zuckerwasser angelockt. Hier sind wir lange geblieben. Die Fotografen haben hier ihre Freude. Im Schlangenhaus sind die Schlangenhinter den Glasscheiben sehr schön zu sehen. Uns kamen die Kästen aber sehr klein vor. Das kleine Haus der Dschungelkatzen war erbärmlich und wir sind gleich weiter zu den Fröschen. Es waren gerade mal vier Frösche da. Nein, es waren nicht mehr. Wir haben einen Tierpfleger gefragt. Hier war bei uns dann Ende. Der Park hatte sich für uns auf keinen Fall gelohnt. Hobbyfotografen, die in der Natur keine Fotos machen konnten kommen hier vielleicht auf ihre Kosten, aber man sieht das den Tieren und den Fotos an. Für echte Fotografen keine Option. Enttäuscht verlassen wir den Park und ärgern uns über uns selbst, dass wir gegen unsere ursprüngliche Meinung doch in den Park sind. Am Nachmittag haben wir unseren Mietwagen bei Europcar abgegeben, weil wir das Auto morgen nicht unter Zeitdruck zurückgeben wollten. Die letzte Nacht verbrachten wir im Casa Tago, was eine sehr gute Entscheidung war.

Tag 27: Rückflug
Mit dem Taxi (7 US$) haben wir uns gemütlich zum Flugplatz fahren lassen, die 29 US$ Ausreisegebühr bezahlt und sind wieder mit Delta Airlines über Atlanta zurücknach Deutschland geflogen.

Fazit: Costa Rica war für uns eine der schönsten Touren. Wir können jedem nur empfehlen für drei Tage in die Laguna de Lagarto Lodge zu gehen, auch wenn ihr nur zwei Wochen Urlaub habt. Es lohnt sich. Man sieht dort die schönsten Tiere in freier Natur. Für Tiere können wir ebenfalls Tortuguero (mietet euch selbst ein Kanu - man bekommt eine Karte der Kanäle und kann sich sehr gut alleine bewegen) und Cahuita empfehlen. Einen Guide (meistens mit Fernrohr) haben wir in keinem Park genommen. Ein 4x4 Fahrzeug war für unsere Tour notwendig. Unterkünfte braucht man nicht vorbuchen, außer man will am Strand eine bestimmte Bleibe haben. Am Wochenende fahren sehr viele Ticos an die Strände und man bekommt nur noch die teuren Unterkünfte.
Viel Spaß bei den Vorbereitungen und eurem Costa Rica Urlaub.
Dennis
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Beitragvon dennis » Sa 23. Mär 2013, 00:51

Ich habe den Bericht kopiert und nach der Übertragung sind jetzt lauter Fehler drin. Wie kann ich das ausbessern?

Dennis
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Beitragvon Goldstueck » Mo 25. Mär 2013, 12:14

dennis hat geschrieben:Ich habe den Bericht kopiert und nach der Übertragung sind jetzt lauter Fehler drin. Wie kann ich das ausbessern?

Dennis

Hi Dennis,
rechts oben in Deinem Beitrag müsste der Button 'Ändern' zu sehen sein.
Du kannst Deinen Beitrag ändern, sofern er nicht allzu alt ist.
Ich habe das mal exemplarisch (als Admin) mit den ersten beiden Tagen gemacht (in MS Word geladen, zusammenhängende Wörter mittels Rechtschreibkorrektur erfasst und korrigiert, zurückkopiert - zuvor Steuerzeichen entfernt; das mag ggf. das Problem sein).
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Beitragvon dennis » Mo 25. Mär 2013, 14:40

Hallo Goldstueck,

"Ändern" ist nicht mehr zu sehen, aber das macht nichts. Wer den Bericht lesen will, kann es auch so verstehen. Trotzdem Danke für deine Bemühungen.

Dennis
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Beitragvon Goldstueck » Mo 25. Mär 2013, 15:00

Hi Dennis,
dann werde ich das in den nächste Tagen schrittweise machen.
Dein Bericht ist es wert, gut gelesen werden zu können - und Du machst es mir leicht, da Deine Rechschreibung gut ist.
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Beitragvon dennis » Di 26. Mär 2013, 13:56

Danke Goldstueck für deine Arbeit.

Dennis

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