Urwaldg'schichten

Hier sollt ihr posten, wie ihr Costa Rica erlebt habt. Was habt ihr zu berichten ? Eindrücke und Erlebnisse jeglicher Art...
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Urwaldg'schichten

Beitragvon bernet » Mo 17. Dez 2012, 06:39

Keine Reiseberichte oder Hotelbewertungen, sondern ganz subjektiv unsere CR -Reise
Orosital, Sarapiqui, La Fortuna, Bijagua, Sonzapote und Nicaragua, San José.
Die Originalberichte (mit Fotos) können per E-Mail bei uns angefordert werden und die Fotos sind auf unserer Homepage zu sehen:
www.bernet-bilderwelt.de
Die Hotelbewertungen kann man in Tripadvisor nachlesen (Bernd L - zur Zeit in Arbeit)

[font=Arial, sans-serif]Urwaldg'schichten - die erste
[/font]


[font=Arial, sans-serif]Tagebuch-Auszug: ImOrosi-Tal[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=100]15.11.[/SIZE]Das Wort Zuckerschock fiel mir ein, als ich all diebunten Blechhütten, Blechdächer, Blechrollläden, Reklameschilderund Graffitis sah, die in Erdbeer-, Minz-, Karamell-, Bonbon- undFrüchtefarben angemalt waren, und überaus speichelfördernd war mirder Gedanke, dass Putz, Blech und Mauerwerk eventuell mit puremZuckerguss verspachtelt sind. [/SIZE][/font]


[font=Arial, sans-serif]Über den Bergen hingengraue Regenwolken; bevor wir im OROSI-TAL ankamen, begann es mäßigzu regnen.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Wir haben durch den Flugnach Westen sieben Stunden Zeit gewonnen – sieben Stunden, die wirzusätzlich verbraten konnten – wohl wissend, dass wir auf demRückflug Stunde um Stunde zurückzahlen müssen. Wir erkundeten dieUmgebung, die Ortschaft, die Straße und Wege – wir sahen schonreichlich Weihnachten an Häusern und in Höfen: kitschigeTannenbäume und Lichterketten, aufgeblasene Nikoläusevon klein bis riesig, und kunterbunte Krippen, bestückt mitallen Tatverdächtigen ihrer Zeit. [/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=100]16.11[/SIZE][SIZE=85].[/SIZE]Der Vulkan Irazu: Die Sonne schien schräg in denKrater hinein, jede Vertiefung im Stein, jede Farbe konnten wirerkennen. Die Auslösetasten unserer Kameras mussten viel Druckertragen und der Sensor hatte Arbeit, die wechselnden Lichtstimmungen– eben noch sonnig, zogen plötzlich Nebelschwaden übern Berg undwälzten sich den Krater hinab – zu unterscheiden: Ein wechselndesLichtspektakel in Grautönen.[/SIZE][/font]


[font=Arial, sans-serif]Es war schon dunkel, undsollten Regenwolken Regen ankündigt haben, wir sahen sie nicht,nahmen stattdessen unsere Kameras und zogen fotografierend durch dieHauptstraße. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Wesentlich mehr Leute alstagsüber waren unterwegs, saßen beim Friseur, kauften ein, standenschwatzend herum, oder flanierten die Straße rauf und runter. EinJunge mit Down-Syndrom, im Rollstuhl sitzend, fotografierte uns miteiner Spielzeugkamera. Der Vater sagte uns seinen Namen – zuschwierig um ihn zu behalten. Ich machte ein Foto und zeigte es demJungen und dem Vater. Ob sich der Junge auf dem Display erkannte,weiß ich nicht, gefreut hat er sich allemal.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=100]17.11.[/SIZE]Am nächsten Morgen als es dämmerte, schlichen wir aus der Wohnung,trugen unsere Regenjacken weil es pieselte, und Nette zusätzlichihre Regenhose. Der Weg neben der Lodge war seifig und schwer zugehen. Oben war das Szenario anders, nur die Geräuschkulisse wardieselbe: Hunde bellten, Hähne gaben ihr Bestes im Wettstreituntereinander, und die Hennen gackerten sich kollektiv ins Koma. Nachallen Seiten hingen Regenwolken, rollten Nebelwalzen insOrosi-Tal – keine Fernsicht, der Irazu weg, der Turrialba weg, keinnoch so kleiner Sonnenstrahl. Wir gingen vorsichtig nach unten –ein Kaffeeplantagen-arbeiter stand mit nacktem Oberkörper vor derHaustür. „Buenos...“, grüßte er, „Buenos...“grüßten wir zurück; das zugehörige Dias verschluckten wirgenau wie er. [/SIZE][/font]


[font=Arial, sans-serif]JardinBotanico Lankester: Nicht unser erster BotanischerGarten, aber der erste den wir im Regen erforschten undfotografierten. Ungezählt die Motive - für jedes abgelichtetemussten wir Dutzende übersehen. Allein an einem Säulenkaktus hätteich mich bis zum Mittag verweilen können: der Stamm graugrün,aussehend wie alter Stein, übersät mit Flechten und Moosen, bizarrund filigran, Tillandsien klammerten sich an Rippen und Warzen...jeder Zentimeter Leben.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Auf einer überdachtenTerrasse in CR zu sitzen, mit Nette ein Stück Mango-Kuchenund eine Tasse Kaffee zu teilen, dem Regen zuzuhören und zuzusehen,auch den Vögeln, die wie Pfeile zwischen den Regentropfen hindurchfliegen, das ist schon etwas ganz Besonderes in meinem Leben.[/font]


[font=Arial, sans-serif]In der Nachbarschaft fandein Fest statt – etwas privates vermutlich. Haus und Garten warenüppig mit Lichterketten vorweihnachtlich geschmückt, esflimmerte und zuckte und flackerte hell und bunt, wir hörten Knallerund Luftpfeifer, und von Kindern gesungene Weihnachtslieder aus derKonserve - wir verstanden El Niño – das Kind. Die Feier stelltesich als Einweihung der Weihnachtsbeleuchtung heraus.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=100]18.11.[/SIZE]Der Aufstieg hinter der Lodge hatte es in sich –geschätzte aber nicht bestätigte 18% Steigung – oder mehr. Jehöher, je mehr Landschaftsbilder wurden uns geboten. Leider gab esnirgends eine Abzweigung, so dass man die Besteigung abbrechen undeinen Rundweg hätte gehen können – es gab nur rauf und weiterrauf, endlose neue Steigungen, und nach jeder Kurve – Überraschung!- ging es weiter steil nach oben. [/SIZE][/font]


[font=Arial, sans-serif]Als wir unten losgegangen waren, überholte uns leichtfüßig ein schmächtiger, nichtmehr ganz junger Mann, ein Einheimischer - einSonntagsspaziergänger dachten wir. Kurz bevor wir den Himmelerreichten, sahen wir den Mann wieder, er kam uns mit einemZentnersack Kaffeebohnen hinterm Kopf entgegen, trittsicher undfedernd, immer schräg zum Berg laufend, mal nach links, mal nachrechts. Er blieb für ein Foto kurz stehen und ging dann grüßendweiter. Für den Mann und seine Leistung empfanden wir großenRespekt. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Es sah weiterhinregnerisch aus, blieb aber trocken. Wir gingen die Hauptstraßerunter. Heute ist Sonntag, alle Geschäfte hatten geöffnet. EineMenge Leute waren unterwegs, standen in Gruppen, kauften ein. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Die Frauen hatten ihrehohen Schuhe an – weil Sonntag war, [/font]
[font=Arial, sans-serif]die B-Jugend Orosi,spielte gegen Paraiso – weil Sonntag war, [/font]
[font=Arial, sans-serif]die Kirche führte demHerrn junge Bräute zu – weil Weißer Sonntag in Orosi war.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=100]19.11.[/SIZE]Wir standen auf, da war es halb Fünf. Vor Sechs gingen wirzur letzten Fotopirsch in Orosi. Nebelwalzen rollten von den Bergenringsum ins Tal – aber es war trocken... und sonnenlos. Wir warennoch einmal bei den roten Passionsblumen, die wir am erstenTag entdeckt hatten, sahen dort schwirrende Kolibris, „unfähig“sich zu setzen, auszuruhen oder für ein Foto mal einen richtiglangen Schwirrflug zu veranstalten. Schon spürten wir ein bisschenWehmut in uns, waren aber auch neugierig auf die Tirimbina-Lodge inLa Virgen. [/SIZE][/font]






[font=Segoe Script, sans-serif]Nette und Bernd[/font]
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Urwaldg'schichten

Beitragvon bernet » Do 20. Dez 2012, 07:38

Urwaldg'schichte - die zweite[font=Arial, sans-serif]
Tagebuch-Auszug: In der Tirmbina Lodge
[/font]

[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=85]19.11.[/SIZE]Abel (Betonung auf bel) kam mit leichter Verspätung.Er hatte seinen „hundertjährigen“ Vater mitgebracht, ihmgebührte der Ehrenplatz neben seinem Sohn. Wir saßen in der zweitenReihe und fotografierten aus dem Fenster. Es war neblig undregnerisch, und die Straße führte uns hoch und runter und dannwieder ganz hoch hinaus. DerWald rechts und links war üppig, fettgrün und strebte zur Straßehin. Ein Baum hat's wohl übertrieben, drängte zu sehr und zuschnell, und fiel dann einfach auf die Straße - Abel sah ihnrechtzeitig. Zwei Stunden nach Abfahrt waren wir in Siquirresam Treffpunkt von Interbus. Die Stunde Wartezeit überbrückten wirmit Fotografieren, Nette nahm sich die Geier-Horde auf dergegenüberliegenden Straßenseite vor – es waren mindestens sechsgroße Vögel -, ich fotografierte die schweren, bunten Laster, diean uns vorbei donnerten.[/SIZE][/font]




[font=Arial, sans-serif]Während der Busfahrtnach Tirimbina wurde es immer sonniger und wärmer - und feuchter. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Um Vier schlossen wirunsere Tür von außen, suchten die Hängebrücke über den RioSarapiqui. Der Weg über die elend lange Brücke machte mir wenigerzu schaffen als angenommen. Auf der anderen Seite stießen wir aufeine Blattschneideameisen-Kolonne – jede Meise trugein Blatt und weit war der Weg zu ihrem Bau.[/font]




[font=Arial, sans-serif]Wir entschieden uns,heute keinen Urwaldrundgang zu machen, gingen wieder über die leereBrücke zurück - auf dem Hinweg war uns eine Gruppe gemischtenAlters entgegengekommen. Unübersehbar war die zweiteBlattschneideameisen-Kolonne – Wahnsinn! Im Bild nichtfestzuhalten. Wir filmten und fragten uns wie lange es dauert, bisdie Ameisen den Urwald abgeknabbert haben.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Vor Sechs war esstockdunkel, wir brauchten schon unser Lämpchen, als wir ZimmerZwölf aufsuchten – ganz am Ende eines Langhauses.[/font]




[font=Arial, sans-serif][SIZE=85]20.11.[SIZE=120]Es regnete die ganze Nacht heftig. Immer mal wiederwaren wir wach. [/SIZE][/SIZE][/font]
[font=Arial, sans-serif]Im Dämmerlicht gingenwir bis zur Hängebrücke, achteten auf Geräusche, hörten Vögel,sahen nichts. Die Nachtschicht der Blattschneideameisen war noch zuGange, die Brücke nicht gesperrt (Zutritt erst ab Sieben?!) An derWand vor unsere Tür ruhten sich zwei Fledermäuse aus, flogen auchmal dicht über unsere Köpfe den Weg am Langhaus entlang...Scheinangriffe? [/font]
[font=Arial, sans-serif]Der Essraum warnach allen Seiten offen und überdacht, der Wald stand dicht bei. Esregnete und regnete. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Am Donnerstag soll, lautgegoogeltem Wetterbericht, die Regenwahrscheinlichkeit nur 51%betragen – vielleicht machen wir dann eine Bootstour auf demSarapiqui.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Nach dem Frühstückzogen wir los. Der Sarapiqui hatte in der Nacht mächtigWasser bekommen, braun schäumten die Fluten unter uns... da wollteich nicht mit dem Kajak fahren wollen. Nach der Hängebrückegingen wir den Senderos CEIBA – ein Rundweg, 700 m. Es begannheftig zu regnen. Ein Urwaldhuhn lief vor meiner Kamera davon,ein Hörnchen turnte von uns weg. Gut dass ein paar Meter danach einüberdachter Sitzplatz kam. Wir warteten den Regen ab und gingen dannweiter. Der künstliche Weg endete in einem schlammigen Pfad. Wirkehrten um. Eine Spinne hatte quer über den Weg ein riesiges Netzgesponnen, wir schlüpften drunter durch. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Andere Leute sahen wirselten: Ein Paar kam uns entgegen, später ein zweites mit Führer -jemand von den Dreien hatte süßliches Parfüm oder Rasierwasser ansich, ich roch es noch in 10 m Entfernung – vielleicht war es aberauch Antibrumm oder so was ähnliches; das hätten wir übrigens auchbrauchen können, die Stechmücken waren zahlreich und in Laune. Wirdrangen noch über eine zweite Hängebrücke etwas tiefer in denUrwald. Ich fotografierte Strukturen: Blatt-, Rinden-, Wurzel-,Äste. Die Sammlung an Samen und Samenhüllen wächst, das meisteZeug muss erst einmal trocknen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Hinter unserem Langhausfotografierten wir weiße, duftenden Orchideen, die an einemBaum wuchsen. Auf dem Boden lagen Orangen wie bei uns die Äpfel –Fallobst auch hier – keiner will sie, keiner erntet, keiner liestsie auf. Die Orangen haben einen guten, etwas herben Geschmack - dieweiße Haut unter der Schale, lässt sich nur schwer zerkauen. VieleVögel riefen, sangen, gaben merkwürdige Töne von sich – wirahnten wo sie saßen, aber sehen taten wir sie nicht, und wenn, dannnur verhuscht. Einmal glaubte ich einen blauen Papagei zu sehen, aberbehaupten möchte ich es nicht.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Nach der Siesta hat sichNette in der Gummistiefelausleihstation passende Stiefel ausgeliehen– Kostet nix! Nach Eins und gegen Zwei zogen wir los – Nette mitden Rubber-Boots. [/font]
[font=Arial, sans-serif]An der Hängebrückezogen die Blattschneider ihre schmale Bahn zu Tausenden –die einen mit Last zum Bau hin, die anderen ohne Last zur Weide hin,einem zwanzig Meter hohen Baum, mit glattem, grauem, kerzengeradenStamm und lichter Krone. Ich kraxelte den schlammigen Hügel nebendem Ameisenpfad hoch, um die Emsen am Stamm zu fotografieren. Es wareinfach gigantisch, es müssen Millionen sein. Der Rückweg warrutschig und folgerichtig setzte ich mich auf den Hintern.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Der Rio Sarapiqui hattenoch mehr Wasser bekommen – kein Wunder, es regnete ja ständig undviel.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Wir liefen die SenderosCANOPY und hängten den CEIBA-Trail -den wir vormittags abgebrochenhatten - mit den fünf Holzbrücken an. Der Weg zog sich einbisschen hin, war aber so was von Urwald, dass wir aus demStaunen, Genießen, Bewundern nicht mehr heraus kamen. [/font]




[font=Arial, sans-serif]Bevor es Nette richtigmulmig werden konnte, erreichten wir die zweite Hängebrücke undmachten uns auf den Heimweg Wir waren kaum zu Hause, plätscherte esvom Himmel melodisch aufs Blechdach – aber wie! [/font]
[font=Arial, sans-serif]Es war 18:00 Uhr,stockfinster, der Regen prasselte nicht mehr, er strömte vielmehrwie ein senkrechter Fluss vom Himmel herunter – das Geräuschähnelte dem reißenden Sarapiqui. Unglaublich! Ich weckteNette, sie sollte es selbst erleben – dieses Regeninferno.Vergleichbares hatten wir noch nicht erlebt. Hin und wiedergewitterte es, aber kein Wind war zu spüren oder zu hören, nurunendliche Wassermassen. Wir liefen mit der Stirnlampe an unseremLanghaus entlang, die Wege waren frei, aber seitwärts hatten sichTeiche gebildet. In Bildern und im Film versuchten wir die Sturzflutfestzuhalten. Wir gingen zu Bett. Um Mitternacht hörte der Regenganz auf.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=85]21.11.[/SIZE]Als ich das nächste Mal wach wurde, regnete es schon wieder – auchkräftig, aber nicht so sintflutartig. Als es hell wurde gingen wirraus. Es tröpfelte noch ein bisschen nach – vom Himmel und von denBäumen. Von wegen Überschwemmung nach der Sintflut: hie und da einePfütze, und es lagen nicht mehr Blätter und Ästchen auf dem Bodenals gestern. Die Helikonien glänzten wie unecht, die Blätterwirkten wie gewachst. Alles war noch grüner und üppiger als vor demRegen.[/SIZE][/font]
[font=Arial, sans-serif]Ich habe es nichtbeobachtet und kann es auch nicht mit Bestimmtheit sagen: Aber mancheBlüte schien eben erst aufgegangen und manches Blatt sich zwischenDämmerung und Hellwerden entrollt zu haben. Und wo üppiges Aufgehenund Werden herrscht, ist gleichermaßen Vergehen und Enden zubeobachten. Vögel flatterten und zeterten über uns in einerBaumkrone – zu hoch, zu weit, zu unruhig für Nettes Kamera. DerRegen hatte aufgehört und wir fotografierten, was der neue Tag soher gab. Kolibris im Flug zu fotografieren – aus der Handunmöglich. Aber auch Zugucken macht Spaß – wir müssen die Bilderhalt in unserem Kopf verwahren.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Wir saßen auf derTerrasse und sahen dem Regen zu. Eine schwache WLAN-Verbindung istvor unserer Tür möglich. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Ich drehte mein erstesVideo mit der LX7 - Thema: Regen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Danach drehte ich einzweites Video – Thema: Starker Regen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Auch ein drittes Videodrehte ich – Thema: Sintflutartiger Regen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Ich hoffe, dass man dasGetrommel auf dem Blechdach im Video gut hört. Lustig undinteressant wie Blüten und Blätter die Regentropfen abnicken: kurzeBeugung nach unten und der Tropfen fällt eine Etage tiefer.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Als der Regen etwasnachließ gingen wir los, blieben aber in der Nähe. Was wir auchfotografierten, es wirkte wie gewaschen und aufgehängt. Hinterunsere Anlage ist ein Museum und ein Botanischer Garten – möglicheZiele, wenn es weiterhin so regnerisch bleibt. Die Hotelanlage beimBotanischen Garten hat einen alten Orangenhain im Besitz. Wiealt die Bäume sind wissen wir nicht, aber außer Orangen hängenBromelien, Flechten, Tilandsien, Moose und Orchideen dran – jederBaum trägt vielfältiges Leben auf sich. Wir entdecktenständig Neues, fotografierten, bis uns der Regen weiter trieb. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Weil wir wissen wollten,wie die Blattschneider die Sintflut überstanden hatten, und wie hochder Sarapiqui mittlerweile angeschwollen war, gingen wir zurHängebrücke. Die Blattschneider bildeten keine Kolonne mehr –einzelne Ameisen gingen stur ihrer Bestimmung nach: Raus aus dem Bau,im Eilschritt die weite Strecke zum Baum fußeln, dann aufwärts,immer aufwärts, den Stamm hinauf, 15, 20 Meter, einen Ast suchen,ein Ästchen, ein Blatt, daraus ein Blättchen schnippeln, das einVielfaches größer ist, mit der Last den Stamm hinunter wetzen, dieSchneise durch schlammiges, matschiges Terrain, dann auf Asphalt -neben unachtsamen Menschenfüßen - den langen Weg zurück in denBau, dort in den Keller, die Last abladen... das Ganze wieder undwieder, bis die Ameise entkräftet stirbt. Wie oft kann sie so einenmörderischen Weg gehen?[/font]


[font=Arial, sans-serif]Wir gingen ein Stück aufder Hängebrücke – Rio Sarapiqui gucken. Er schäumte und wüteteunter uns, war schlammig-braun mit weißer Gischt. Gut dass Nette„musste“, kaum waren wir im Zimmer, öffneten sich dieHimmelsschleusen und der Regen trommelte aufs Wellblechdach.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Wenn die Anzeige aufunserem Wecker stimmt, haben wir über 90% Luftfeuchtigkeit. Meineleicht- und schnelltrocknende Hose, die ich gestern geschrubbt habe,ist immer noch mehr als nebelfeucht. Alles trocknet generellschlecht. Auch die gesammelten Samen werden nicht trocken.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Vor, während und nachdem Essen tat es was? Richtig, es regnete![/font]


[font=Arial, sans-serif]15:00 Uhr, es regnete -immer noch oder schon wieder? Die Übergänge merkten wir kaum. Wirwollten in den Botanischen Garten – Chester's Field BotanicaGardens -, um die Ecke von unserer Lodge. Hier erfuhren wir erstmals,dass der gestrige Regen auch für costaricanische Verhältnisse sehrheftig gewesen war. Vieles sei überschwemmt und der Regen hättegrößere Schäden angerichtet, weshalb die Gartenanlage vorerstgesperrt sei, sagte der Mann an der Hotelrezeption, bei dem wirdie Eintrittskarten kaufen wollten.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Nette hatte sich einengroßen, gelben Tirimbina-Schirm ausgeliehen, unter dem gingenwir über die Hängebrücke. [/font]




[font=Arial, sans-serif]Der Rio rauschte unteruns durch, schäumte und strudelte, und brüllte dabei den Regennieder. Am anderen Ende der Brücke kuckten wir nach derBlattschneidetruppe 2 – sie kroch dezimiert, aber unbeirrt ihreSchnipsel hochhaltend quer übern Pfad zu ihrem Bau. Wir machtenkehrt. Der Regen wurde heftiger, es donnerte einmal. Unterm Schirm,aber dennoch nass, kamen wir unters Dach unseres Langhauses.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85]22.11.[SIZE=120]Um Vier war ich aufstehwach. Ich legte mich auf denRücken, hörte dem Regen zu und stellte mir vor, dass aus unseremZimmer ein Baum in den Himmel wächst, bewachsen mit rot-grünenBromelien, weißen Orchideen, silbrigen Bartflechten, tropfendenMoosen, und unzähligen anderen Aufsitzerpflanzen. Das Dach, durchdas der Baum wächst, ist glasklar, ganz oben, fast schon inHimmelsnähe, fliegen bunte Vögel durch die Krone, Kolibrisschwirren, der Gelbschwanz kommt zu uns herunter, damit Nette ihnendlich fotografieren kann. Ich konnte Nette nichts von dem Baum unddem durchsichtigen Dach erzählen – so fest wie sie in die Deckegehüllt war, hat sie auch geschlafen. [/SIZE][/SIZE][/font]
[font=Arial, sans-serif]Alles was wir anzogen warklamm und feucht. Auch Papier scheint aufzuquillen. Hoffentlichbleiben Kamera und Rechner intakt.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Viertel vor Sechs war eshell. Eine Fledermaus flitzte noch den Weg am Langhaus entlang –war wohl noch nicht satt. Im Vertrauen, dass sie uns nicht mitNahrung verwechselt, gingen wir raus. Er war Sechs Uhr. Am Eingangbeobachteten wir Vögel, die wie immer keine Zeit zum Verweilenhatten – zu unserem Leidwesen. Der Gelbschwanz narrte uns, kaum imFotovisier, flog er auch schon „lachend“ davon. Aus einerroten Blüte drückten sich himmelblaue, fingernagelgroße,längliche Zäpfchen. Ich zupfte mir zwei heraus – sie warenweich – und steckte sie mir für die Samensammlung ein. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Weil noch Zeit war gingenwir zur Brücke, aber nicht hinüber. Die Blattschneider liefenvereinzelt. Im Graben lagen jede Menge Blattschnitzel, wurden abervon den Ameisen ignoriert - sie gingen stur ihren Weg zum Baum.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Es hatte aufgehört zuregnen, wir blieben aber misstrauisch und kleideten uns entsprechend.Wir gingen bekannte Wege – ein Stück die Senderos CEIBA – dasStück mit den fünf Holzbrücken, und dem Baum-Koloss mit denmächtigen Brettwurzeln. Kleiner als ein Fingernagel war das roteFröschlein, das ich im Laub entdeckte weil es weg hopste. MitGeschick konnten wir es in seinem Versteck entdecken und mit deinerKamera heran zoomen. Nachdem wir das Foto hatten, war ich in Schweißgebadet. Hinter uns hatte ein kleiner Schmetterling Platz genommen,er war so frei und gab uns Zeit für ein Foto. Nach der fünftenBrücke kamen wir zur Abzweigung Senderos BOTARRAMA. Es folgte Urwaldpur, Regenwald pur – in Film und Fotos kaum aufzuzeichnen.Falter, gläsern und filigran, ließen sich fotografieren –ohne Blitzlicht blieben sie durchsichtig und zauberhaft, mitLicht schimmerten sie in allen Blautönen. Für diese Fotos hatsich der Weg wahrlich gelohnt. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Der Rio Sarapiqui hatseine Wassermassen in den Río San Juan, den Grenzfluss zu Nicaragua,gespült, und seinen uns bekannten Wasserstand erreicht – dieüberspülten Steine und Stämme waren wieder sichtbar; auch wüteteer nicht mehr so schrecklich. Die Blattschneider hatten erneut eineunübersehbare Kolonne gebildet und ernteten weiter den Baum kahl -ich zeigte Nette zwei Bäume in unmittelbarer Nähe, deren Kronenstark ausgedünnt waren - kahl gefressen.[/font]
[font=Arial, sans-serif]Nach dem Essen bestauntenwir unsere Fotos: das Fröschlein war gut, die Glasfalter super. DieSamensammlung ist um einiges angewachsen.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Heutemussten wir ein bisschen was einkaufen, heißt, an der vielbefahrenen Straße ca. ein km hintereinander her gehen, immer bereit,ein, zwei Schritte zur Seite machen, damit einem der Fahrtwind dervorbei brausenden LKW's nicht mit riss. Im SuperLaViolettakauften wir Kekse, Bonbons und Bananen - „KEBOBA“,sagte Nette. Wir zahlten in Colons 5.835, ca. 10 €, Wie amAnkunftstag rissen wir vor der Tür eine Packung auf – diesmal mitKaramell gefüllte Kekse, die schmeckten schon mal nicht schlecht.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Aufdem Rückweg vom SuperLa Violettakuckten wir bei Birds-Watching vorbei, wollten eigentlich nur einenFlyer, eine Informationsbroschüre haben. Der Besitzer besaß so wasnicht, zeigte und erklärte uns lieber (auf Englisch) seine Station,wies auf die Vögel, die er mit aufgesteckten Bananenstücken in dieBäumchen vor der Veranda lockte, oder die winzigen Kolibris, die amZuckerwasser naschen durften. Morgen wollen wir dort fotografieren –nach dem Frühstück. Bleiben dürfen wir solange wir wollen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]DieSamensammlung im Marmeladenglas musste ich waschen und trocknen. Diegelbe, weichstachelige Frucht mit den schönen roten Kernen warleider nicht getrocknet, sie verschimmelte. Als wir einschliefenregnete es nicht.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=85]23.11.[/SIZE]Als es hell war, so gegen Sechs, gingen wir raus – Nette mitFernglas, ich mit Kamera. Durchs Fernglas konnten wir einenwunderschönen roten Vogel beobachten, er ähnelte demMauritius-Kardinal, hatte aber ein schöneres Rot. Ob sein Schwanzanders gefärbt war, sahen wir im Gegenlicht nicht. [/SIZE][/font]
[font=Arial, sans-serif]Der Leguan klebte nochimmer am Baumstamm, hätten wir ihn nicht schon klettern gesehen,würden wir glauben, es ist ein hingehängtes Plastiktier –Hartplastik![/font]


[font=Arial, sans-serif]Vom Frühstück zurück,gerüstet für die Vogelfotografie, fing es an zu schütten –raus gehen nicht möglich. Es war Achtuhrfünf. Etwas spätertesteten wir den Regen außerhalb des Daches, dort empfanden wir ihngar nicht so schlimm - das Blechdach verstärkt das Plätschern undtäuscht stärkeren Regen vor. Wir gingen im Nieselregen die Straßeentlang und kamen im Regen auf der Beobachtungsstation an. Davidspießte gleich sein Lockfutter in die Bäume – Bananen- undPapayastücke. Und alle kamen sie: Uns unbekannte Schönheiten undsolche, die wir bereits gesehen und denen wir Fantasienamen gegebenhatten: Blauköpfchen, Gelbschwanz, Schreihals. Ihre englischeBezeichnungen sind viel eindrucksvoller: Great Kiskadee, SummerTanager, Montezuma Oropendola; oder auch so lustig wie Red-leggedHoneycreeper. Neben all den gelben, roten, blauen, olivfarbenen,gemusterten und melierten gefiel uns einer am besten - untermtiefschwarzen Frack trug er ein leuchtendrotes Hemd – auf DavidsBestimmungskarte stand, dass er ein Passarinis Tanager ist.Als die Tukane kamen beherrschten sie die Szene, sie waren dieabsoluten Stars. Wir fotografierten hemmungslos drauf los. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Meine Linse beschlug obdes schwülen Wetters von innen, ab da, hatten alle meinenFotos einen Nebelschleier. David zeigte mir Frösche - schwarz-grüngestreifte, so groß wie ein Daumen. Die Ecke war dunkel und nass,mit deiner Kamera brauchten wir Blitz. Das Licht verfälschte Grünin Blau, auf den Fotos sah das Fröschlein nicht mehr so schön aus.Als der Schleier auf meinem Objektiv verschwunden war, kniete ichmich in den Modder, aber die Frösche hopsten einfach weg - einrichtig gutes Bild gelang mir nicht. Ein Erdbeerfröschleinversteckte sich schnell, heute konnten wir es unter Wurzeln undBlättern nicht wieder entdecken.[/font]


[font=Arial, sans-serif]David erzählte uns, dassdie hohen Bäume hinter seiner Terrasse gerade mal 15 Jahre alt sind– von wegen Urwald! Auch Tirimbina wurde erst vor 25 Jahren alsRegenwald angelegt. Es ist kein Urwald im Sinne von ursprünglich– es ist ein tropischer Wald, alles wächst und wuchertschnell, da schaffen Bäume schon mal in kurzer Zeit respektableHöhen. Wir gingen Davids Privatweg zum Sarapiqui hinunter, dortwarteten eine Million und ein Moskito auf uns. Wir zahlten 40 $, unddas war eine Ausgabe, die sich wirklich gelohnt hat. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Nachmittags schmiertenwir uns mit Antibrumm ein und zogen gegen halb Zwei über dieHängebrücken. Der Sarapiqui sah richtig ärmlich aus, ein Bach demdas Wasser versickert. Wir hatten die Regenjacken angezogen, aber esregnete wider Erwarten nicht. Wir wanderten die größte Senderos,die CORTEZA – mit Zugang über die Brücken ca. 3 km lang. Auf demWeg über die dritte Brücke drehte ich ein Video im Hochformat.Hoffentlich gibt es eine Möglichkeit, ihn um 90 Grad zu drehen. [/font]
[font=Arial, sans-serif]Als die erstenSchlammabschnitte kamen, hätten wir drehen können, [/font]
[font=Arial, sans-serif]als die Wege nur nochschwer begehbar waren, hätten wir umdrehen müssen, [/font]
[font=Arial, sans-serif]und irgendwann war dieMöglichkeit vorbei, weil der Rückweg so miserabel war, wie der Weg,der vor uns lag. Schuhhoch der Matsch, kaum Möglichkeiten rechtsoder links des Pfades festen Tritt zu finden. Aber wir musstenweiter, ohne Rücksicht auf Schuhwerk und Hosenbein. Auf demCANOPY-Abschnitt waren wir wieder auf vertrautem und gepflastertemPfad. Als wir über die Hängebrücke gingen, hörte ich den Steinaus deiner Hose plumpsen. Viertel vor Vier waren wir zuhause. In derRückschau ist immer alles gut, aber es hätte nicht zu seinbrauchen. Aber ok, wir hatten es hinter uns.[/font]


[font=Arial, sans-serif][SIZE=85][SIZE=85]24.11.[/SIZE]Halb Fünf bin ich auf meinen Fantasie-Baum geklettert und habe Nettebeim Schlafen zugeguckt. Neben mir saß der rote Vogel, denwir gestern morgen am Eingang entdeckten. Ich zeigte ihm NettesHaare, mehr war von ihr nicht zu sehen. Halb Sechs gingen wir raus,gingen erst zum Eingang, dann zur Brücke, entdeckten dort einecreme-weiße Bromelie mit roten Spitzen – von derFerne sah sie wie hingeworfene Hobelspäne aus, ihre wahre Schönheitsahen wir erst in der Vergrößerung. [/SIZE][/font]


[font=Arial, sans-serif]Im Restaurant war schonBetrieb, die Gruppe, die gestern Mittag ankam, frühstückte bereits- sie müssen heute weiter. Nette hat sich bei einer der Mitreisendenerkundigt: Sie sind mit „World Inside“ unterwegs. Zum Frühstückgab es wie immer Reis mit Bohnen, Rührei pur, und goldgelb gebackeneBananen - diesmal in Scheiben geschnitten. Unsere Wohnungs-Nachbarnsaßen am Nebentisch – einer der Männer sprach akzentfreiesSächsisch - sie gehörten zur World Inside-Gruppe. Als wir nach demFrühstück noch einmal zum Lodge Eingang gingen, fuhr gerade der Busvor und die Gruppe sammelte sich flugs mit ratternden Rollkoffern. Duhast noch einmal mit der Frau gesprochen: Sie machen eineFünf-Länder-Tour in 26 Tagen, fuhren heute noch nach Honduras. Wirhätten der Frau unsere Karte geben sollen, damit sie uns nach derReise mitteilt, was am Durcheilen von Fünf Ländern in 26 Tagen sotoll ist.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Seit Stunden hatte esnicht mehr geregnet – Blätter und Blüten hatten ihren „Lack“verloren. Wir waren noch einmal in Davids Botanischem Garten.[/font]



[font=Arial, sans-serif]Die Vögel flogenruhelos, die Schmetterlinge saßen morgentrunken im nassen Gras - nicht auf Blätter oder Blüten. Wir durchstreiften den weglosenGarten, bekamen dabei mächtig nasse Schuhe, Socken und Füße,wurden aber mit reichlich Motiven belohnt. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Vor Zehn waren wir wiederzuhause. Wir hatten schon ein bisschen vorgepackt – 14:30 Uhrsoll's weiter gehen. [/font]


[font=Arial, sans-serif]Als hätte jemandBananenaroma versprüht, konnten wir plötzlich von unsere Terrasseaus rote, gelbe, blaue Vögel sehen, auch der Schwarzfrack mit demroten Shirt war da. Wir legten ein paar Bananenstücke auf den Stammdes vorgestern gefällten Baumes und warteten. Einschwarz-weiß-quergestreifter Specht mit roter Haube pickte ungeniertam Baum vor uns Insekten aus der Rinde – Nette konnte ihn in allerRuhe fotografieren.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Der rote Vogel ausmeinem Fantasiebaum kam um Adios zu sagen – wahrscheinlich war erneugierig, wie Nette ohne Zudecke aussiehst; er kannte ja nur ihrenKurzhaarschopf. Und weil er ihr zugetan war, konnte sie ihn sehr gutfotografieren.[/font]


[font=Arial, sans-serif]Vor der Zeit standen wirmit Sack und Pack am Eingang, der jetzt unser Ausgang war. Einegelbe, stachelige und agile Raupe landete irgendwie auf meinerSchulter, von dort setzte ich sie auf ein Bananenblatt, damit wir sieeingehend betrachten und fotografieren konnten – skurril sah sieaus und war doch wunderschön.[/font]




[font=Arial, sans-serif]Ein Schmetterlingverhielt sich auf der Unterseite eines Palmblattes ganz ruhig –Siesta, Eiablage, Nahrungsaufnahme? Wir konnten es nicht mehr klären,Interbus kam früher als geplant und wir verluden die Koffer.[/font]
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Beitragvon bernet » Fr 25. Jan 2013, 07:14

Hallo.

Ich würde gern die vorherigen Beiträge löschen lassen. Geht das?


Wir haben nämlich die Urwaldg'schichten in Buchform gebracht, so dass man gut blättern kann.
Und - auch wenn nebendran ein Preis steht - Man könnte theoretisch das Buch kaufen, aber wir haben das nicht im Sinn.
Aber die Möglichkeit unsere Berichte Freunden und Verwandten zugänglich zu machen finden wir gut.
Also bitte einfach nur Online anschauen.Bild

http://www.blurb.de/b/4015761-reisetage ... -rica-2012
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Beitragvon cascavala » Sa 26. Jan 2013, 10:57

bernet hat geschrieben:Hallo.

Ich würde gern die vorherigen Beiträge löschen lassen. Geht das?


Wir haben nämlich die Urwaldg'schichten in Buchform gebracht, so dass man gut blättern kann.
Und - auch wenn nebendran ein Preis steht - Man könnte theoretisch das Buch kaufen, aber wir haben das nicht im Sinn.
Aber die Möglichkeit unsere Berichte Freunden und Verwandten zugänglich zu machen finden wir gut.
Also bitte einfach nur Online anschauen.Bild

http://www.blurb.de/b/4015761-reisetage ... -rica-2012


Hallo Bernd,

ich finde Euer Onlinebuch und die Reisegschichten super, habe es mit viel Freude gelesen. Du kannst - unter Umständen - den Beitrag selbst löschen, wenn Du möchtest. Oben rechts im Textfenster sollte ein rotes Kreuz zu sehen sein, mit dem Du Deinen Beitrag löscht.

Aber wieso lässt Du ihn nicht einfach stehen? Es ist ja nur ein kleiner Ausschnitt aus Euren langen interessanten Berichten. So könnte man ihn als Appetitmacher verstehen, denn jeder will ihn doch fertig lesen. Außerdem wären wir Dir dankbar, da es für das Forum natürlich ein Gewinn ist, wenn wir hier solche Reiseerinnerungen nachlesen können. Es wäre schön, wenn Du Dir das noch einemal überlegen würdest. Ansonsten helfe ich Dir aber auch gerne und lösche, wenn das so nicht funktioniert.

Beste Grüße und Danke
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Beitragvon bernet » Sa 26. Jan 2013, 19:11

okay, dann bleibts stehen. Ich dachte nur, weil sich soooo viel unformatierter Text ohne Fotos schlecht liest.

PS- Nöö- ich kann als normaler User nichts löschen.
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Beitragvon bernet » Mo 4. Feb 2013, 08:32

Unsere CR-Reise im Nov/Dez 2012 haben wir in Form von
Urwaldg'schichten
und in einem
Fotobuch
festgehalten.

Viel Spaß beim Blättern :wink:

Wir haben die Bücher in Blurb eingestellt, weil wir sie so auch online unseren Freunden, Verwandten und Bekannten zeigen können.

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