Hilfestellung bei kurzfristiger 3-Wochen-Routenplanung

Es gibt viele Möglichkeiten, sich in Costa Rica fortzubewegen. Bus, Mietwagen, Shuttle, Flugzeug... Erfahrungen jeglicher Art mit Hotels, Resorts, Cabinas, Lodges, Privatunterkünften usw. Hier kommen Eure Fragen und Anregungen dazu rein.
olaf
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Hilfestellung bei kurzfristiger 3-Wochen-Routenplanung

Beitragvon olaf » Mo 16. Nov 2015, 02:00

Ein Hallo aus Berlin!

Ich platzte hier einfach mal rein, denn Samstag in zwei Wochen landen wir bereits in San Jose und ich komme mit der Touren-Planung irgendwie nicht weiter. 3 Wochen Zeit. Flug mit AmericanAirlines gebucht. 4x4 Mietwagen für die komplette Zeit ebenfalls. Ein Loose-Reiseführer liegt neben mir und im Webbrowser sind Dutzende von Weblinks auf interessante Seiten gespeichert und bestimmt 20 Stunden an Internetrecherche und Lesen über NP, Lodges, Strände usw. hinter mir.

Wir wissen, dass man in 3 Wochen nicht alles sehen kann, wollen aber schon das Beste für uns herausholen. Wir waren bereits zweimal in Südamerika, in Venezuela (Orinocco und genialer Regenwald beim Salto Ángel) und in Brasilien (Iguazu, Amazonas, Pantanal, Chapada Diamantida).
Regen- und Nebelwald haben uns in ihren Bann geschlagen und wir hoffen hier auf neue, tolle Eindrücke in CR. Leider waren wir von unserem damaligen Aufenthalt am Amazonas (Rio Negro) in einer Luxus-Lodge etwas enttäuscht, da wir nicht einmal primären Regenwald zu Gesicht bekamen. Hier hoffe ich, dass wir in CR noch auf Primärwald stoßen.)

Am liebsten bei längeren Wanderungen und Kanufahrten. Ein bisschen Canopy kann auch nicht schaden. Sonst steckt auch ein bisschen Pauschaltourist in uns, deshalb wollen wir zum Ende hin gern 5-6 Tage am Strand verbringen, uns schwebt da z.B. Samara vor.

Aus der ganzen Liste an Highlights fällt es mir nun sehr schwer zu entscheiden, wie lange man jeweils an einem Ort bleibt (klar: je länger umso besser) und auf wie viele Orte man deshalb verzichten muss.

- Wir haben so ein paar Vorstellungen von Lodges in der Natur, z.B. Laguna del Lagarto Lodge (Boca Tapada) oder Rio Tico Safari Lodge, die wirken traumhaft… am liebsten immer mit Terrasse in Richtung Urwald.

Ideen für Stationen:
- Cano Negro
- Tortuguero mitnehmen oder zu weit entfernt?
- Arenal / la Fortuna
- Rincon de la Vieja
- Monteverde
- Tenorio Volcano National Park
- Corcovado
- Strand (Samara?)

Das sind wohl schon zu viele Stationen. Wer kann uns helfen und ein bisschen Ordnung ins Chaos bringen?
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Beitragvon Greno » Di 17. Nov 2015, 00:20

Hallo Olaf,

zuerst einmal muss ch dich mit dem Regenwald enttäuschen. Costa Rica hat zwar eine vergleichsweie große Fläche für Nationalparks, aber nur 4% sind Regenwald.

Wenn du Regenwald sehen willst, musst du in den Corcovado oder nach Tortuguero.

Ansonsten:
Cano Negro kenne ich nicht. Getroffene Gäste ware sehr angetan.
Boca Tapada / Lagarto Lodge: Wir waren von der Lodge sehr enttäuscht. Sie ist genau so, wie die Bilder sind: Äußerst einfach. Von den Zimmern war die Pedecito besser, aber der Ausblick ist schlechter. Bliebe noch Marquenque... Wegen der Kanufahrten würde ich die Lagarto nicht nehmen.
Tortuguero: Du brauchst von der Hauptstadt 3,5 Stunden bis zum Bootsanleger La Pavona. 1,5 Stunden sind es bis zur Hauptstraße nach Limon (von La Pavona). In Tortuguero kann man für 20$ / Person geführte Kanutouren machen. Hier geht es auch durch kleine Kanäle, die kaum erkennbar sind.
Dann hast du einige Parks mit Vulkanen drin: Arenal, Rincon, Tenorio. Ich würde hier anfangen zu streichen. Canopy wird oft im Inland angeboten.
Corcovado würde ich immer machen, wenn es zeitlich und klimatisch passt.

Nebelwald: Macht eher St. Elena. Liegt direkt um die Ecke, ist aber weniger stark besucht.

Zum Strand: Costa Rica hat eben zwei Küsten. Die Karibik-Seite ist etwas ruhiger, man merkt deutlich den karibischen Einfluss.
Die Pazifikseite ist sehr unterschiedlich. Die Nikoya-Halbinsel hat schöne Buchten, die Anfahrt ist recht holprig, die Infrarstruktur schlechter. Wenn man Montezuma usw. mal ausnimmt.
Zwischen Puntarenas und Manuel San Antonio ist es sehr touristisch. Ruhiger ist hier nur Parrita.
Uvita hat weite, kilometerlange Strände. Costa Rica ist hier noch nicht so touristisch. Es ist alles auch etwas günstiger als im Rest des Landes (Cassoda kostet hier 30% weniger). Nachteil: Meist nur mit Frühstück möglich.

Letztendlich ist es auch eine Frage der Unterkunft. Tortuguero ist z.B. recht schwierig. Die luxuriösen Unterkünfte nehmen es von den Lebendigen. Die im Village sind dagegen sehr einfach. Wir hatten den Kompromiss mit dem Rana Roja gebucht. Das liegt in der Evergreen Lodge und war gut. Wir hatten v.a. Bedenken, ob die Kanutouren usw. normal stattfinden, da Einheimsiche wohl die Unterkünfte außerhalb des Village nicht so mögen. das hat sich aber als nicht wahr herausgestellt. Es wurden alle gleich behandelt.

Grüße
Gregor
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Beitragvon olaf » Di 17. Nov 2015, 01:19

Hi Greno, wir danken Dir, super!

Lagarto Lodge: Wir überlegen noch, sind ja keine ausgewiesenen Vogelkenner und die Lodge liegt wirklich sehr abseits.

Tortuguero wollte ich auslassen, da dort im Dezember die meisten Niederschläge fallen und ich ja den Corcovado auch noch mitnehmen möchte, vielleicht einfach zu viel für die 3 Wo. Aber du widmest dem Ort viel Platz, scheint für Dich ja großen Eindruck hinterlassen zu haben...

Arenal würden wir dann auch mal einfach auslassen, zumal aktuell wohl keine nächtlichen Lavaströme zu erwarten sind...

Habe eine schöne Lodge nahe Tenorio gefunden: Rio Celeste Hideaway. Da sind Rincon de la Vieja und Cano Negro nicht weit. Kennt jemand die Lodge? Ist die Lage zentral genug, um mehrere Stationen anzusteuern?

Santa Elena statt Monteverde habe ich auch öfters schon gelesen, werden das in die Planung mit aufnehmen.

Urvita sehr gern, muss einfach sehen, was wir schaffen. Nur zwei Ü pro Station wäre einfach zu viel Stress...
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Beitragvon Greno » Di 17. Nov 2015, 18:15

Hallo Olaf,

Tortuguero war für mich kein Highlight, aber ok. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte dort für uns eher als in Boca Tapada. Da ihr aber Corcovado macht, muss man nicht nach Tortuguero.

Zum Rest kann ich leider nichts sagen.

Grüße
olaf
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Beitragvon olaf » Mi 18. Nov 2015, 01:23

Hallo Greno, noch mal ein großes Dank für das Sortieren meiner Ideen. Ich bin zwar noch bei keiner perfekten Route angelangt, weiß aber jetzt schon mal, dass wir uns noch Gedanken über die Organisation in Corcovado machen müssen.

Meine Idee bisher:

0. Ankunft abends (1 Ü)
1. Santa Elena (Monteverde) (2 Ü)
2. Rincon de la Vieja und Cano Negro (4 Ü)
3. Sierpe / Drake Bay / Corcovado (4 Ü)
4. Rückfahrt über Uvita und oder Manuel Antonio (1 Ü)
5. Playa Samara (5-6 Ü)

Da wäre noch Platz... zu knapp geplant oder zu wenig Stationen?
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Beitragvon beatrice-bittorf » Do 19. Nov 2015, 15:10

Hallo Olaf!

ich habe eine kleine Anmerkung zu deiner geplanten Route. Bis auf Cano Negro war ich in allen Orten und kann dir ein paar Tipps geben:

Santa Elena kann ich nur empfehlen, auch die Aufenthaltsdauer ist ok und der Nebelwald ist echt beeindruckend -> unbedingt canopy machen :) . Zum Rincon de la Vieja hatte ich einen Tagesausflug. Für den Vulkan reichen 1-2 Tage aber vielleicht gibt es ja in der Umgebung noch mehr. Corcovado kann ich nur empfehlen! Der Ort Drake Bay ist meiner Meinung nach nicht so schön und die Ausflüge sind übertrieben teuer. Leider kann man dort aber nicht viel auf eigene Faust machen. Ich hab mir sagen lassen das Puerto Jimenez besser ist, war da aber selber noch nicht. Uvita ist wunderschön, allerdings ist der Strand Nationalpark und kostet 10$ Eintritt. Für einen Strandaufenthalt würde sich Dominical eher lohnen. Und von dort macht man am besten einen Ausflug nach Uvita -> und geht auf Waltour :) für den Ort würde ich auch mehr Übernachtungen einplanen.
Playa Samara ist von Uvita und Manuel Antonio ziemlich weit weg aber die Straße ist gut zum fahren und der Ort ist auch wunderschön.
Alternativ solltest du dir vielleicht nochmal Montezuma anschauen, der ist näher zu Manuel Antonio.
Und zu Manuel Antonio kann ich nur sagen das der Nationalpark ein echtes Highlight ist, da die Tiere dort schon an die Menschen gewöhnt sind und man auf jeden Fall Affen, etc. sieht. Aber zum Übernachten ist der Ort sehr teuer, touristisch und überlaufen. Ein Ausflug empfiehlt sich eher.
ich hoffe ich konnte dir helfen!

Schönen Urlaub Beatrice
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Beitragvon olaf » Do 19. Nov 2015, 16:04

Hallo Beatrice,

lieben Dank für deine super Insider-Tipps! Genau solche Tipps helfen bei der Planung ungemein. Dass Drake Bay nicht so schön ist, hätte ich nicht gedacht. Dachte eher, die Bucht muss man sehen und die anderen Orte wie Carate wären eher zweite Wahl...

Aktuell habe ich das große Problem, dass ich nur schwer Tourenanbieter für Corcovado finde. Habe schon 4 verschiedene per Mail angeschrieben, 3 melden sich nicht, einer hat mir geschrieben, dass bis kurz vor unserer Abreise schon alle Plätze im Park belegt wären, somit muss ich meine Reiseplanung sowieso noch mal umbauen.

Werde alle Tipps berücksichtigen, danke Dir noch einmal und Grüße nach Tortuguero!
Olaf
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Beitragvon Hummelchen » Fr 20. Nov 2015, 08:32

Hallo Olaf,

hier findest Du einiges an Infos zur Drake Bay http://costarica-forum.net/viewtopic.php?f=14&t=42

Im Corcovado besteht Guidepflicht. Die Tour mit Heidi ist finanzierbar. Ich war schon oft in CR und auch in Drake Bay, auch in Tortuguero und mein persönlicher Favorit ist die Drake Bay. Wenn Du von dort auf eigene Faust z. B. den Hiking Trail machst, kannst Du auch schon viel Natur erleben und viele Tiere sehen wenn Du genau hinschaust. Allerdings sieht man mit Guide um ein vielfaches mehr an Tieren. Wenn Ihr den Trail machen wollt, morgens ganz früh nach Sonnenaufgang losgehen, Essen und Getränke mitnehmen und die Zeit im Auge behalten, Ihr müsst den gleichen Weg wieder zurück oder Ihr macht in der Cabina aus, dass Ihr per Boot wieder abgeholt werden wollt. Drake Bay bietet sehr viele verschiedene Wege, die man entlangwandern kann und die wunderschön sind.

LG Hummelchen
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Beitragvon olaf » Fr 20. Nov 2015, 14:11

Hallo Hummelchen,

mittlerweile bin ich schon ein Stück weitergekommen. Habe ein Tour bei Surcostours gebucht. Die beginnt nun allerdings in Puerto Jiminez am Golfo Dulce, so dass ich wohl nicht mehr zur Drake Bay komme. Ich wollte unbedingt eine 3-Tages-Tour und in der Ranger Station 2x übernachten und jetzt haben wir wegen einer Absage mit etwas Glück noch einen Tourguide für unseren Wunschtermin bekommen. Ist ziemlich teuer, einen persönlichen Guide zu zweit zu buchen, aber ich hoffe es lohnt sich!

Noch ein paar Infos für alle Corcovado-Interessierten:

- Seit 2014 kommt man in den Corcovado NP wohl nur noch mit Guide rein. Das abenteuerliche Trekking allein am Strand entlang ist dann wohl Geschichte.
- Aktuell gibt es in der Ranger Station nur 36 anstatt 60 Plätze. Man muss also sehr frühzeitig einen Agentur finden, die Euch die Plätze im Park reserviert. Frühzeitig bedeutet in der Hauptsaison: Einen Monat vor dem Wunschtermin für die Tour.[/list]
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Beitragvon Greno » Fr 20. Nov 2015, 21:33

Hallo Olaf,

bei dieser Reihenfolge würdet ihr mehrere Strecken mehrfach fahren. Sozusagen Flensburg, Frankfurt, Hamburg.

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0. Ankunft abends (1 Ü)
1. Santa Elena (Monteverde) (2 Ü)
2. Rincon de la Vieja und Cano Negro (4 Ü)
3. Sierpe / Drake Bay / Corcovado (4 Ü)
4. Rückfahrt über Uvita und oder Manuel Antonio (1 Ü)
5. Playa Samara (5-6 Ü)


Sinnvoller wäre den Corcovado an den Anfang oder das Ende zu stellen. Bliebe immer noch das Problem "Playa Samara". Bis San Jose braucht ihr rund 5 Stunden. Das müsst ihr bedenken.

Eventuell wäre es auch eine Option, nach Playa Samara entweder über Mais Pais (wenn aus dem Corcovado kommt) oder über Playa Conchal (wenn ihr aus dem Norden kommt zu fahren.

_____________


Da oben Manuel Antonio gelobt wurde: An dem Park scheiden sich wohl wirklich die Geister. Für uns war er DER Reinfall auf unserer Reise. Vor dem Eingang wurde uns ein Guide förmlich aufgeschwatzt. Ohne ihn hätten wir noch weniger gesehen, aber was bringt es mir, wenn ich ein Tier nur durch ein Teleskop sehen kann? Mit einer guten Spiegelreflexkamera und Objektiv war das Fotographieren nahezu unmöglich.

Allein hätte man bei den Gruppen anhalten können. Aber man hätte nichts gesehen. Natur ist natürlich kein Zoo, aber es war für uns der Abschluss der Reise. Wir hatten bis dahin alle Tiere wesentlich näher und besser gesehen.

Zusätzlich ist es einfach kein richtiger Nationalpark. Die Wege sind sehr breit und besteehn aus gewalztem Schotter. Meistens ist man nicht allein. Die Affen sind nur noch auf die Lebensmittel aus. Am Strand ist es eher eine Badeanstalt. Picknicktische (welche von Waschbären überfallen werden) und Bänke, der Strand ab 10.00 Uhr recht voll, ab mittags voll.

Nein, für 50$ inkl. Guide brauche ich das nicht.

Eure Route beinhaltet Corcovado, Monteverde, Rincon und Cano Negro. Ihr solltet dort genügend Affen jeglicher Art, ein paar Faultiere und Leguane gesehen haben.

Grüße

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